Einsiedler Hauptstraße 70
vormals Fleischerei Oswald Lohmann

Das Wohn- und Geschäftshaus Hauptstraße 70 auf einer Fotografie von 1911.
Zum Zeitpunkt betrieb der damalige Eigentümer Oswald Lohmann im Hause sein “Fleisch-, Wurst- & Aufschnitt-Geschäft”.

Im Hintergrund sehen wir im Hof das Schlachthaus, darüber, oben auf dem Hang, die ehemalige König-Schule in der Kirchgasse 5, heute Wohnhaus Drews.
(Foto: Hans-Werner Weber)

Ein Blick vom Treppenaufgang der Kirche in den 1920er Jahren.
Im Vordergrund links das Kantorat, in der Ecke rechts unten sehen wir das Dach der Bäckerei Enzmann Am Plan 2.

Bei dem Gebäude dahinter (...darüber) handelt es sich um die Lohmann´sche Fleischerei.

Links daneben, also genau in der Bildmitte das Wohn- und Geschäftshaus Hauptstraße 68, nach der Wende “Fröhlich-Elektronik”, seit 2010 Hofmann & Knauer
Informationstechnik.
(Foto: Jörg Martin)

Auch diese Aufnahme stammt aus den 1920er Jahren.
Sie zeigt uns die Linde vor der Fischer-Schmiede in der Hauptstraße 74. Dahinter erkennen wir recht gut den Giebel der Nr. 70. 
Zu der nun vielleicht aufkommenden Frage:

“Wo liegt eigentlich die Hausnummer 72?”,

lässt sich folgendes feststellen: Es handelt sich dabei um die Scheune, die hier unmittelbar hinter der Linde steht. Schon vor “ewigen Zeiten” ist dieses früher unbebaute Grundstück durch Kauf an die 74 angeschlossen worden und die 72 somit nicht existent.

Eine undatierte Aufnahme, wohl aber Ende der 1920er/Anfang der 1930 Jahre. Der Inhaber der Fleischerei heißt jetzt Max Fischer. Bis mindestens 1926 lässt sich Lohmann hier noch nachweisen, dann hat es wohl irgendwann mal einen Wechsel gegeben.

Als das Gebäude im Krieg zerstört wurde, zog Max Fischer kurzzeitig in die zwar auch zerstörte, aber wesentlich größer wieder errichtete Hauptstraße 87.
(Foto: Hans-Werner Weber)

Bei meinen Recherchen zum Gebäude Hauptstraße 70 stieß ich auf die nebenstehende Annonce aus dem “Einsiedler Wochenblatt” von 1935:
Zu diesem Zeitpunkt firmierte im Hause auch noch der Friseursalon Meyer.

Die Geschäftsräume dafür wurden nachträglich geschaffen. Neben dem bestehenden Haupteingang in der Mitte des Gebäudes wurde linker Hand ein zusätzlicher Eingang für den Friseursalon geschaffen. 

Das Hauptgebäude ging am 5. März 1945 im Bombenhagel unter.
Auf dem Foto sehen wir die Ruine von der Hauptstraße aus betrachtet.
(Foto: Hans-Werner Weber)

Auch 1952 künden noch reichlich Trümmer (im Vordergrund) davon, dass hier einstmals ein Gebäude stand.
Die unverputzten Gebäude im Hintergrund sind Wohnhaus, Beschlagschuppen und Scheunenreste von Hauptstr. 74.

Eine Diaaufnahme aus den frühen 1960er Jahren vom Kirchturm aus.
Wie bei so vielen Einsiedler Gebäuden wurden nach dem Krieg die weniger zerstörten Nebengebäude statt der Hauptgebäude wieder errichtet (Hauptstraße 85, 93, 94...). So auch hier. Das hintere Schlachthaus wurde - mittlerweile mit Pultdach - zum Wohnhaus ausgebaut. Der südliche Schuppen wurde noch lange Zeit als solcher benutzt.
(Foto: Haus & Grund Einsiedel/Hans Morgenstern)

Links eine Aufnahme vom 3. März 1962 (Kirche noch ohne Turmuhr), der vormalige Standort des Hauptgebäudes ist jetzt Garten, am rechten Bildrand ist das nunmehrige Wohnhaus zu erkennen.

Grundstück und Wohnhaus am 18. Mai 2005. Ein Teil der Erdgeschossfläche wurde im Winter 2006 ausgebaut und beherbergt seit 1. April 2006 das Reisebüro von Elke Haubold.

 

 

Einsiedler Hauptstraße

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