Einsiedler Hauptstraße 22
bis 1870 bewirtschaftet als "Aurich-Gut"

Ehemalige Ortslistennummer/Brandkatasternummer 76

 

 

Bei dem Gebäude in der Hauptstraße 22 kann ich beruhigt mit einem “neuen” Foto beginnen. Der Grund dafür ist recht simpel - das Haus hat sich in den über 200 Jahren seines Bestehens kaum verändert.
Wie ersichtlich ist die Aufnahme vom 18. August 1996.
(Foto: Peter Hollstein)

Das Gebäude stand lange Zeit unter Denkmalschutz und ist seit Jahren dem Verfall preisgegeben.
Früher war an der Gebäudeecke eine kleine Tafel mit dem Baujahr 1792 angebracht (Pfeil). Diese fehlt längst. Als die Tafel Mitte der 1960er Jahre abgefallen war, schien den Verantwortlichen die Wiederanbringung obsolet.
(Foto: Klaus Höfer)

Fest steht, dass das Grundstück früher das “Aurich-Gut” war und bis 1870 bewirtschaftet wurde.

Der Fachwerkbau wurde danach als Wohnhaus genutzt. In der Ortschronik von Richard Möbius lesen wir, dass das Gebäude auch als „Hebamme-Gerschler-Haus“ bekannt war, nun ich denke, das bedarf wohl keiner Erklärung. Weiterführendes über diese Frau Gerschler habe ich aber bisher leider nicht gefunden.

Beide Aufnahme stammen wohl aus den 1960er Jahren und zeigen uns, dass sich eigentlich nichts änderte...vom Hirschgeweih (Foto links) oben am Giebel einmal abgesehen.
(Foto links: Klaus Höfer)

Im Gebäude gab es insgesamt vier Wohnungen, zwei im Parterre und zwei im ersten Stock.

Eine kleine Erweiterung wurde in den frühen 1970er Jahren vorgenommen.
Der Anbau, in dem vorher lediglich ein Waschhaus und Trockentoiletten waren, wurde aufgestockt.
Im neugeschaffenen ersten Stock wurden drei Bäder eingebaut. Ein weiteres Bad wurde ins Erdgeschoss integriert, das Waschhaus blieb erhalten und nahm jetzt ca. zwei Drittel der Fläche ein.
Die Aufnahmen: oben links wohl die 1920er Jahre, oben rechts vermutlich Winter 1969/70, links 20. Juli 2008.
(Fotos links und Mitte: Klaus Höfer)

Oben das Haus am 20. Juli 2008.
Die Luftbildaufnahme links vom 17. August 2005 zeigt uns die Grundstücksgröße (ca. 2.000 m²), das Anwesen reicht bis an die Zwönitz heran.
Wie bereits erwähnt, stand das Gebäude lange unter Denkmalschutz und viele Jahre versuchte der Besitzer, Haus und Grundstück zu veräußern.
Anfang 2011 wurde das Grundstück schließlich von der benachbarten Firma Etasyn (vormals Artesyn) erworben, womit diese sich perspektivisch Platz für eine eventuelle Firmenerweiterung geschaffen hat.

Der Verfalls des Hauses ist stetig und deutlich zu sehen. Auf dem Foto erkennen wir am linken Bildrand einen Teil der angrenzenden Firma Etasyn.
(Foto: Uwe Guskowski)

 

 

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